Exposition. Nennt man das wohl in der Psychologie.
Ich spaziere einmal fast als Shinéad durchs Quartier.
Obwohl ich nicht weiss, ob die Hemmschwelle kleiner wäre mit Chemoturban. Ist ja auch dann alles klar.
Natürlich sieht man das. Wie man auch eine Perücke sieht. Nur können sich dann alle Beteiligten bei einer Begegnung leichter entscheiden, darüber hinweg zu sehen.
Mache ich das Richtig? Keine Ahnung. Man kriegt ja leider keine Anleitung mit, mit der Diagnose.
Grosser: N. hat mich im Werkunterricht gefragt, ob du eine Glatze hast.
Ich: Und was hast du gesagt?
Grosser: Nein. Und dann habe ich erzählt, was du dir für Frisuren geschnitten hast!
Ich: Oh! Und?
Grosser: Das fanden sie sehr lustig. M. hat auch nachgefragt.
Ich: War dir das peinlich? Du darfst schon von der Krankheit erzählen.
Grosser: Nö. Und wenn sie blöde Sprüche machen, dann fühlen sie sich ja extrem schlecht, wenn ich das vom Krebs sage. Aber sie fanden es einfach nur lustig.
Ich: Ok. Und haben sie noch was gesagt?
Grosser: N. meinte: „Deine Mutter ist ein Hippie geworden!“
Ich: Na das ist ja nicht das schlimmste Urteil!