Neues gelernt

Also, ich weiss jetzt was BET, BRIADS-Kategorie, non-mass Encancement und fibroglanduläres Gewebe ist.

Aber der wichtigste Satz findet sich gegen Schluss:

„Bei Status nach BET keine Hinweise auf Lokalrezidiv.“ 🥳🥳🥳

🥂🍾😅

So und nun Depression, F*ck off!!

Schulter gesucht

Nachdem MRI auf dem Weg zum Zugang ziehen lassen. Meine Pflegerin lotst mich in ein Zimmer. Ein anderer Pfleger hastet uns nach.

Pfleger ruft: Schulter?
Pflegerin: Was?
Pfleger: Schulter!
Pflegerin: 🤨
Pfleger zeigt auf mich: Ist das meine Schulter?
Pflegerin: Nein das ist Mamma. Deine Schulter kommt noch.
Stimme von draussen: Deine Schulter ist hier!!

Ich: 🤔 🍖?

🦀Bilderbuch

Hab ja sonst nicht viel zu tun, ausser die Scherben wegzuräumen, von allem was zerbrochen ist und wegzubrechen scheint und warten.
Ob und wann und wie ich wieder arbeiten darf, ob und wann und wie es mit diesem Ausnahmezustand weitergeht.
Also habe ich mir ein Buch mit meinen 🦀Bildern gemacht.

So zum Jubiläum quasi. Heute ist Freitag in der zweiten Schulwoche nach den Frühlingsferien. Letztes Jahr war das der Zeitpunkt der ersten Chemo. Auch wenn es vom Datum her noch ein paar Tage geht bis zum exakten Jahrestag.
Deshalb nur ein Quasi-Jubiläum.

Vielleicht sollte ich mir heute einen Campari Soda gönnen. 🤔 (Schön in der gleichen Farbe wie die Infusion)

Bald gehts zum Metzger

Ein second look beim Röntgen. Das MRI war gut, kein Krebs leuchtete mehr auf dem Bild. Aber etwas Undefinierbares schon und dazu musste überprüft werden, ob alle meine Tumor-Piercings noch sitzen, für die Operateure.
Als ich beim OP-Gepspräch fragte, ob ich dann ein Barbapapa-Busen haben werde (der kann sich ja so verformen, dass er Dellen hat) meinten sie, man könne das gut ausgleichen mit Fettgewebe. Der Busen werde dann halt etwas kleiner.
Na gut, passt. Der ist eh grösser. Dann sind sie nachher vielleicht gleich.

Beim Röntgen nun war die Ärztin die Gleiche, wie beim ersten Termin, direkt nach der Mammographie.
Die, die meinte: Ein Lehrbuchbefund.
Ich: Wie gross ist die Chance, dass es KEIN Krebs ist? Weil die Biopsie kommt ja noch.
Sie: Hmmmm, 3%? Fragen?
Ich: Kann ich mich dann um meine Kinder kümmern?
Sie: Sie müssen sich dann erst mal um sich kümmern. Weitere Fragen?

Also das mit dem nur um sich selbst kümmern ist erwartungsgemäss etwas schwierig gewesen. Und nun sah ich sie nach 4,5 Monaten mit massiv weniger Haar (also ich) wieder.

Sie: Kennen Sie mich noch?
Ich: Ha! Klar. Den Termin vergesse ich nicht so schnell. Erkennen Sie mich noch?

Das Undefinierbare blieb undefinierbar und wird dann in der ersten Nachkontrolle sechs Monate nach Abschluss der Behandlung nochmals überprüft. Alle Marker sind da, wo sie sein sollen.
Am Ende der Untersuchung schloss sie wieder mit: Fragen?
Ich: Wie sehe ich nach der OP aus? Wie stark sind die Schmerzen? Wie schnell bin ich fit? Wie schnell kann mein Kleiner mir wieder in die Arme springen?
Das fragte ich alles nicht.
Denn sie hätte es mir nicht beantworten können. So hatte ich keine Fragen für einmal.
Einige der Antworten weiss ich nächste Woche.

Spitaleintritt am Dienstag um 8:00 Uhr, damit ich ein radioaktives Mittel gespritzt kriege und die Piercings schön leuchten, wenn ich es richtig verstanden habe.
Dann passt das dann ja, wenn ich jeweils sage, im Moment habe ich eine Zwei-Serien-Frisur: zwischen Twin Peaks und Chernobyl.
Es folgen noch weitere Untersuche an dem Tag und viel warten, weil man mich versicherungstechnisch nicht mehr nach Hause lassen kann.
Am Mittwoch werde ich operiert.

Vielleicht mache ich ein Busenfoto. So für mich.
Eins ohne Narben.
Zum Abschied.

MRI-Ergebnisse / OP-Planung

Ausruhen: Etappenziel

Am letzten Mittwoch um halb zwölf kriegte ich den Anruf, ob ich um zwei zur Besprechung kommen könne.

Das Ergebnis behielt ich für mich. Fünf Stunden lang habe ich mich alleine gefreut. Weil ich ja auch alleine krank bin, es alleine durchstehen muss. Da wollte ich mich auch alleine – im Stillen – freuen.
Der Tumor und der Lymphknoten „leuchteten“ auf dem MRI nicht mehr, nahmen kein Komtrastmittel auf!!

Allerdings gibt es einen weiteren Punkt (dort gab es schon was im Frühling), von dem sie nicht wissen, was das ist.
Aber morgen steht sowieso nochmal Mammografie und Ultraschall zur Tumorlokalisierung an. Wurde zwar alles gepierct/markiert. Aber nicht, dass sie mir was falsches rausnehmen! 🧐

Geplant ist die OP nächste Woche, 2-3 Tage stationär.
Entfernt werden Narbengewebe (Tumor), ein Lymphknoten und die Wächterlymphknoten.
Und dann hoffe ich, dass der Pathologe nichts findet.
Ich solle mich nun mal erholen bis zur OP. Das schlimmste hätte ich geschafft. Hoffentlich!

Zur Feier des guten MRI-Befunds und der Erleichterung, da ich ja die letzten Tage mehr an den Tod gedacht hatte, als die Wochen zuvor, habe ich mir ein Reisbier gekauft.
Zum Anstossen.
Ich hab mit meinen Kids dann mit Orangina angestossen. Brachte das Bier doch tatsächlich kaum über meine Lippen.
Dann vor dem zu Bett gehen immerhin EINEN Schluck. 🙄

Der Rest steht noch im Kühlschrank.

Augenlidtattoo

Bei der Anmeldung zum MRI bekomme ich den Fragebogen in die Hand gedrückt.

Ich: Oh nein. Ungeschminkt! Das habe ich vergessen. Heute hab ich die Augenbrauen so schön gemacht…
Sie: Oh! Aber das ist ja nur Augenbrauenstift. Es ist eher der Lidschatten das Problem.
Ich: Ist ja auch Puder.
Sie: Aber der glänzt nicht. Wissen sie, das Metall im Lidschatten ist das Problem.
Ich: Metall???
Sie: Ja, wenns glänzt…
Ich: Und das blitzt dann im MRI? Wie Alu in der Mikro? Und ich krieg ein Augenlidtattoo?
Sie: Ah, machen Sie sich keine Sorgen. Das gibt kein Tattoo. Höchstens ein ungenaues Bild. Aber wir brauchen ja auch nicht ihr Auge.

MRI: Come to the Dark Side

Oh, eine Massageliege!
Leider nein. Zwar muss ich mich auf den Bauch legen und darf den Kopf durch die Aussparung strecken, aber da sind zwei weitere Löcher, durch die ich meine Brüste hängen lassen soll. Hmm.
Massage wäre mir lieber gewesen als MRI.

Unglaublich laut ist es. Ganz so schlimm hatte ich es nicht in Erinnerung. Es klackt und dröhnt und tröötet. Das letzte Mal ist ja auch schon 20 Jahre her. Aber futuristisch sieht es immer noch aus. Sicher hatte der Starwars-Drehbuchautor auch schon im MRI gelegen. So entstehen Science-Fiction-Settings. Oder umgekehrt, bei Siemens gibt es Star Wars Fans.