1. Chemotag mit Regen

Onkologe: Heute ohne Skateboard?
Ich: Naja, es regnet!
Onkologe: Und da kann man nicht skateboarden?
Ich: Eher nicht.
Onkologe: Warum?
Ich: Es ist rutschig und das Board verliert den Pop. Die Spannung im Holz.
Onkologe: Aha. Das kann nur einer fragen, der nicht skateboarded, oder?
Ich: Ja.
Onkologe lacht: Und sie sagt noch ja!!

Aber. Olé!
4/12 = 1/3 Taxol ✅
bzw. 8/16 von allen Chemos ✅ 💪🏻💪🏻

Chemo-Brain in the Rain

Bis jetzt hatte ich noch nicht mit dem berühmt-berüchtigten Chemobrain zu kämpfen. Also der absoluten Verpeiltheit und Vergesslichkeit, die einem überfordert und desorientiert im Lebensmittelgeschäft zwischen den Regalen stehen lassen, ohne die leiseste Ahnung mehr zu haben, was man den eigentlich kaufen wollte.
Jetzt ist es da.
Ich glaube, das hat weniger mit der Chemie zu tun, als mit dem  momentanen Stress, beziehungsweise dem Schlafmangel.
Einschlafen krieg ich ja noch hin, aber häufig ist dann um drei Uhr Schluss, vielleicht döse ich kurz vor sechs wieder ein. Aber das reicht dann halt schon nicht.
Diese Nacht war leider schon um zwei Uhr Schluss.
Der Donner schreckte mich vom Balkon und ich flüchtete ins Zimmer. Nach dem Gewitter feierten leider die Nachbarn der Nachbarn der Nachbarn weiter feuchtfröhlich schreiend weiter. Etwa so bis vier.
Eigentlich beruhigt ja Regen, kann ich immer gut schlafen. Besonders Sommerregen liebe ich. Irgendwann hatte ich die Nase voll, zog mein Bikini an und stellte mich auf den Balkon in den Regen.
Die frühste Dusche, die ich je genommen habe.
Möge der Regen alles wegwaschen.