Liste Reloaded

Ich hatte ja da mal so eine Liste und hab jetzt mal alles gestrichen, was schon erfüllt wurde:

  • Umarmungen
  • weisse, vegane Schokolade
  • Gefühl in meinen Fingerkuppen
  • Gelassenheit
  • Pedicure
  • Moussaka von meiner Freundin
  • 1-m Ollie, Rock to Fakie und Kickflip
  • Augenbrauen
  • Sonnengetrockneter Lakenduft
  • Gesundheit
  • mein Picknick, dass noch zu Hause auf dem Tisch liegt
  • Urlaub am Meer
  • Energienoch stark ausbaufähig
  • Haut, die sich sonnen lässt
  • eine coole Netflix-Serie (möglichst 12 Staffeln)
  • Zuversicht
  • 3 Caipiroshkas 🤪🤪
  • ein neues Dachfenster im Estrich
  • Doc Martens 2 Paar 😬
  • Liebe
  • einen Koch / Astronautenfood
  • schöne Träume
  • durchtanzte Nacht
  • Haare (auf dem Kopf)
  • Drogen
  • Jemand, der meine schweren Müllsäcke trägt
  • animalischen Sex
  • Freiheit

Einen Koch brauche ich nicht mehr und jemanden, der die Müllsäcke trägt auch nicht.
Um die Fenster (sind inzwischen zwei) kümmere ich mich bald.

Das mit der Gesundheit ist so weit so gut und das Meer kann warten, ich habe meinen Privatnacktbadeplatz. 😁

Auf Drogen kann ich locker verzichten, das Leben ist grad wunderbar (mit Vorbehalt, am Wochenende wars das, gestern wars beschissen 🤷‍♀️).
Mein Grosser und mein Kleiner sind ziemlich gut drauf und wir schauen uns prima. 🧑🏼‍🦱👦🏼🧒🏼

Das mit der Liebe ❤️ wäre noch offen. Hallo? Universum? Aber lass dir ruhig Zeit, ich brauch noch etwas. 🙏🏻

Sonst schlittere ich wieder in Halbes rein… oder bin totalüberfordert.

Liste ans Unviversum

Im Moment brauche ich dringend:

  • Umarmungen
  • weisse, vegane Schokolade
  • Gefühl in meinen Fingerkuppen
  • Gelassenheit
  • Pedicure
  • Moussaka von meiner Freundin
  • 1-m Ollie, Rock to Fakie und Kickflip
  • Augenbrauen
  • Sonnengetrockneter Lakenduft
  • Gesundheit
  • mein Picknick, dass noch zu Hause auf dem Tisch liegt
  • Urlaub am Meer
  • Energie
  • Haut, die sich sonnen lässt
  • eine coole Netflix-Serie (möglichst 12 Staffeln)
  • Zuversicht
  • 3 Caipiroshkas
  • ein neues Dachfenster im Estrich
  • Doc Martens
  • Liebe
  • einen Koch / Astronautenfood
  • schöne Träume
  • durchtanzte Nacht
  • Haare (auf dem Kopf)
  • Drogen
  • Jemand, der meine schweren Müllsäcke trägt
  • animalischen Sex
  • Freiheit

Gespräche: Was würdest du tun, wenn du weisst, das du stirbst?

Grosser: Mami, du nimmst das alles so positiv.
Ich: Na ja. Nicht immer. Also nach der Untersuchung vor zwei Wochen, als ich wusste, es stimmt was nicht, da hab ich geheult. Da hatte ich richtig, richtig Angst, dass der Krebs schon überall ist!
Grosser: Ja ich hab sofort gemerkt, dass mit euch was nicht stimmt.
Ich: Ihr ward am Abend zum Glück bei Papi. Und ich musste bis zum nächsten Tag und dem Gespräch im Spital warten. Gar nicht positiv. Nix. Nada. Kann man ja nicht!
Grosser: Ja aber sonst. Es gibt sicher viele, die nicht so positiv sind.
Ich: Na gut, das hängt ja von vielem ab. Welche Diagnose, Umfeld. Sicher auch, ob es der erste Schicksalsschlag ist, oder man schon ein wenig Übung hat… Und ich glaube schon, ich habe etwas Übung und bin aber prinzipiell positiv eingestellt. Aber eben, jetzt. Ich hoffe das bleibt so.
Grosser: Das hilft sicher!
Ich: Stell dir mal vor, der Arzt sagt dir, du hast noch eine Woche zu leben. Klar, dann heulst du. Und dann?
Grosser: Uiiii….
Ich: Also, das hat er mir NICHT gesagt. Aber wenn, dann würde ich sicher den ersten Tag heulen, wütend sein, mich bedauern, alles zusammen. Und dann, was würdest du die anderen Tage machen?
Grosser: Das ist schwierig. Ich bin ja noch ein Kind.
Ich: Ich würde Sachen machen, die mich glücklich machen.
Kleiner: Reisen!
Ich: Und deine Freunde?
Kleiner: 3 Tage reisen und 3 Tage Partyyyyy!
Ich: Ja, eine grosse Party! Toll!
Grosser: Ja ich würde erst mein Geld verschenken oder spenden.
Kleiner: Ja an alle Freunde!
Ich: Wahrscheinlich ja, alles regeln. Und dann Party?
Kleiner: Oder TV gucken mit L. und M. und Z. DREI TAGE LANG.
Grosser: Ahhh, Kleiner!

Das Gespräch hatten wir vor etwa zwei Wochen. Und heute beim Mittagessen hat der Kleine den Faden wieder aufgenommen. Offenbar hatte er beim Papawochenende mit dem Sohn von Papas Freundin Kappla gespielt.
Das war dem Sohn peinlich. Da habe eine Frau gesagt, man müsse so leben, dass man glücklich sei und nicht auf andere hören.

> Also Mami, wenn ich nur noch eine Woche zu leben hätte, dann…
Und er erzählte mir, was er alles machen würde. Sogar noch einmal Kanu fahren, obwohl er mit Papa mal gekentert ist. Weil, das sei ja dann die letzte Gelegenheit.

Solche Gespräche sind sehr seltsam. Aber darüber zu sprechen, was einem wichtig ist im Leben, wäre eigentlich fundamental wichtig. Nicht?