Nuklearmedizin

Kurz NUK.

Also eigentlich wäre es ja spannend, wäre es nicht Krebs.
Da wurde mir heute schwach radioaktives Eiweiss in das zu operierende Gewebe gespritzt. Ich solle mir keine Sorge machen, das wandere nicht im Körper rum, das klebe quasi. Und dürfe auch bei Kindern verwendet werden!
Aha.
Trotzdem musste ich einen Aufklärungsbogen unterschreiben, dass ich mit dem Off-label-use der radioaktiven Eiweisse einverstanden bin.

Weiter gings von der Radiologie zur Nuklearmedizin zurück und unter den Gammastrahlen-Fotoapparat. 5-Minuten still liegen für ein hochauflösendes Bild.
Dann warten.

Ich: Darf ich mich anziehen?
Sie: Jetzt stressen Sie nicht so. Wir sind noch nicht fertig.
Ich: Ich stresse nicht. Ich friere!!!

Da bekam ich einen Morgenmantel.
Und ein Heizkissen.
Und eine Decke.

Und kaum hatte ich warm kam der Nukleardoktor mit dem Geigerzähler oder Gammadetektor und verkündete stolz: Das Gerät dort macht Bilder. Und dieses Gerät hier, das macht Musik!!! – Fast ein wenig wie Star Wars.
Er piepste meine Brust ab und nahm einen Marker.
So und jetzt noch die Zielscheibe aufmalen.

😂 Ich kriege immer die Komiker.

Es klang allerdings mehr nach Raumpatrouille Orion oder einem von einem Verrückten gespieltes Theremin, nicht nach Star Wars.

Und dann wurde mir doch noch radioaktive Wanderflüssigkeit gespritzt. Für den Sentinel, den Wächter-Lymphknoten.
Der filtert das dann raus und strahlt auch.

Mein Grosser findet das grad auch mindestens so spannend, wie das Quantenphysik-Heft, das ich ihm am Kiosk gekauft habe als Dank, dass er mir mein 🛹 vorbei brachte.
(Über schwarze Materie wisse er schon genug, das wollte er nicht)

tbc

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