Gesund werden wollte ich und fit.
Für mich.
Freute mich darauf, mit meinen Kids endlich mal wieder in die Ferien – Corona.
Freute mich darauf, mit meinem Wiederfreund endlich wieder unterwegs sein – Trennung.
Freute mich darauf, meine Klasse wieder zu sehen – nope.
Für mich?
Welches mich?
Das Alltags-Mami-Hausfrau-mich?
Und was heisst gesund? Bröckelnde Zehennägel, trockene Schleimhäute, Wasserstau, Schmerzen, Sehschwäche und Tinnitus.
Vielleicht gibt es Menschen, die Leute um sich scharen können, die ihnen gut tun. Die zum Beispiel helfen und empathisch zurücktreten ohne dabei zu rufen: Und ich?
Nicht für immer natürlich. Ich spreche nicht von Selbstaufgabe, aber wenns nötig ist.
Ich kann offensichtlich solche Menschen nicht erkennen, habe ich nicht gelernt.
Eine Heimat finden wollte ich, einen Ort der Sicherheit und Geborgenheit. Schon immer. Wo ich ich sein kann, ohne wenn und aber…
Meine Familie war nicht so, meine Ehe auch nicht.
Deshalb halten mich alle für ach so stark. Wie wenn es eine Errungenschaft, eine Wahl wäre und nicht eine Notwendigkeit.
Ich kann selbstlos sein.
Bin ich naiv und dumm? Das möchte ich gerne wissen. Ist es Dummheit, die mich immer das Beste in meinem Gegenüber sehen liess?
Eigentlich halte ich mich nicht für Mutter Theresa, sondern für einen Freigeist.
Ja und ich weiss, Heimat kann man nur in sich selber finden. Jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich: bla, bla, bla.
Ist halt einfach manchmal etwas schwierig, ist man – Krebs ausgenommem – für eine Familie mit mehr Diagnosen als Mitglieder auch noch zuständig.
Kein Mensch kann alles allein.
Vielleicht lebe ich schlicht das falsche Leben.