Es war eine grossartige Wiederaufnahme-Premiere gestern! Und es erstaunt mich, dass sich immer wieder Zuschauer bedanken, wenn ich nach der Vorstellung an die Theaterbar gehe. Für die Offenheit? Ehrlichkeit? Dafür, dass jede von uns ihre sehr persönliche Krebsgeschichte erzählt? – Ich nehme es an. Weil dem Publikum wird ja doch einiges zugemutet: Lachen, Weinen, Galgenhumor und Verzweiflung.
Nur vier Wiederaufnahme-Proben hatten wir – nach fast einem Jahr. Und das zeichnet das Projekt auch aus, ständiges Adaptieren und Einspringen füreinander. Was immer auch ist, wir feiern unser (Über)Leben!
Die Proben liefen in etwa so ab:
- Im Probenraum mit Song-Einspielern, aber kleiner Bühne und ohne Requisiten. Ohne Maske und Chorsingen wieder erlaubt. Eine Spielerin krank.
- Im Probenraum, alle Spielerinnen da, Einspieler funktionierten nicht, da Regieassistenz krank.
- Im Theater mit Requisiten, Sound und Licht klappte noch nicht. Lieder zu leise, Scheinwerfer blieben dunkel…Eine Schauspielerin stürzte.
- Sound und Licht klappte. Stückadaption, da die Verunfallte mit einem geschienten Bein und einem vermeintlichen Bruch an die Probe kam.
Und am nächsten Abend, also gestern, Premiere. Der Bruch war doch keiner. Stück wieder umorganisiert. Meinen über Nacht zusätzlich gelernten Text aus meinem Hirn gekippt. Soundinstruktionen und los!
Ich freue mich – trotz wenig Schlaf – auf heute Abend! Und morgen! Und Übermorgen!
Und auf meine Cancer-Fam ❤️